Agora Sommerakademie vom 1. bis 7. August 2016

In der ersten Augustwoche fanden sich 16 Oberstufenschüler und angehende Studenten im Umland von Berlin zusammen zur „AGORA – Sommerakademie für Philosophie, Ökonomie und Politik“. Eine Woche lang beschäftigten sich die hochmotivierten jungen Menschen mit grundlegenden wie auch mit ganz konkreten Fragestellungen aus den Bereichen, die unser Zusammenleben wesentlich prägen. Die Veranstaltung, die dieses Jahr zum ersten Mal in diesem Format durchgeführt wurde, war ein voller Erfolg, was insbesondere den großartigen Teilnehmern zu verdanken ist.

Nils Goldschmidt/Erik Grimmer-Solem/Joachim Zweynert: On the Purpose and Aims of the Journal of Contextual Economics

The Editors of the new Schmollers Jahrbuch Journal of Contextual Economics, Nils Goldschmidt (University of Siegen), Erik Grimmer-Solem (Wesleyan University), and Joachim Zweynert (Witten/Herdecke University) are glad to announce that the first issue has now appeared. It contains contributions by John B. Davis, Geoffrey M. Hodgson, Richard Sturn, Stephen T. Ziliak & Samuel Barbour, and Philip Mirowski.

Viktor J. Vanberg: Liberale Ordnungsvorstellungen im Spannungsfeld zwischen Konsumenten-, Produzenten- und Bürgerinteressen

Liberale vertreten bestimmte Vorstellungen davon, wie Wirtschaft und Gesellschaft geordnet sein sollten. Eine zentrale Stelle nimmt dabei das Prinzip der grenzüberschreitenden Freizügigkeit in der Bewegung von Gütern, Dienstleistungen, Kapital und Personen ein. Nun beobachten wir seit einiger Zeit, dass gerade dieses Prinzip in der westlichen Welt, in Europa ebenso wie in den USA, in wachsendem Maße auf Vorbehalte stößt, Vorbehalte, die in dem Zulauf deutlich werden, den globalisierungs- und zuwanderungskritische Bewegungen finden. Brexit, Trump, AfD, Le Pen oder Wilders mögen hier als Substitut für eine nähere inhaltliche Beschreibung genügen. Dies gibt Anlass zu fragen, wie – also mit welchen Argumenten – Liberale ihre Ordnungsvorstellungen gegenüber den hier zum Ausdruck kommenden Vorbehalten begründen.

Richard Sturn: Sozialpolitik und Identität – die liberale Meritorik Alexander Rüstows

Alexander Rüstows Vorstellungen von einer liberalen Sozialpolitik lassen sich in einer moderneren Betrachtung mit dem „libertären Paternalismus“ und der Meritorik in Verbindung bringen. In diesem Aufsatz wird Rüstows Konzept in ein allgemeineres Koordinatensystem eingeordnet und im Hinblick auf seine aktuelle Relevanz diskutiert.

in: Dörr, Julian, Goldschmidt, Nils, Kubon-Gilke, Gisela und Sesselmeier, Werner (Hg.), Vitalpolitik, Inklusion und der sozialstaatliche Diskurs: Theoretische Reflexionen und sozialpolitische Implikationen, LIT Verlag 2016, 185-198.