Karen Horn: Geht uns bald die Arbeit aus?

Als Argument für ein Grundeinkommen kann allenfalls zählen, dass sich mit diesem Instrument, fiskalisch neutral ausgestaltet, das Steuer- und Transfersystem entschlacken liesse. Die Befürworter haben freilich Utopischeres im Sinn, womit die Sache nicht nur unerschwinglich wird, sondern sich zu fatalem Sozialingenieurwesen verkehrt.

Christoph A. Schaltegger/Christian Frey: Wie progressiv wirkt das Schweizer Steuersystem?

Als der Finanzwissenschafter Georg von Schanz im Jahr 1890 die Steuern der Schweizer beschrieb, meinte er: „Noch ist das konservative Element stark genug, um die Forderungen der Progression namentlich bei der Vermögenssteuer hintanzuhalten. Noch wird die Steuer als eine Assekuranzgebühr angesehen und damit der proportionale Charakter verfochten. Aber sukzessive dringen neue Ideen vor, die Konzessionen an die Massen bewegen sich erst in Richtung der indirekten Steuern, um dann mehr und mehr bei den direkten zu verweilen.“

Viktor J. Vanberg: Social Contract vs. Invisible Hand: Agreeing to Solve Social Dilemmas

The paper is organized as follows. Section 2 looks at the principal tenets of the social contract tradition. Section 3 reviews the 18th century origins of the “invisible hand” paradigm as the theoretical core of the economics tradition. Section 4 examines the limits of invisible hand accounts, specifically with regard to the problems posed by social dilemmas. Section 5 deals with the modern revival of social contract theory. Section 6 looks specifically at the contractarian constitutionalism of James Buchanan, the economist among the “new contractarians.” The concluding section relates the contrast between the invisible hand paradigm and social contract theory to the distinction between the “two kinds of order”, spontaneous orders and corporate orders, that plays a central role in F.A. Hayek’s work.