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In diesem Beitrag werden zwei aktuelle Entwicklungen in der deutschen Verbraucherpolitik im Bereich der Finanzdienstleistungen aus ordnungsökonomischer Sicht diskutiert. Dabei handelt es sich einerseits um die Zuweisung der Zuständigkeit für den kollektiven Verbraucherschutz an die BaFin und andererseits um die Etablierung sogenannter Finanzmarktwächter, die zwar privatrechtliche Akteure sind, aber aus Bundesmitteln finanziert werden. Es wird argumentiert, dass diese Maßnahmen mit einem übermäßig pessimistischen Verbraucherleitbild begründet wurden. Darüber hinaus wird argumentiert, dass die institutionelle Privilegierung der Verbraucherzentralen mit ihrem Projekt der Marktwächter ordnungspolitisch problematisch ist und dass aktuell erhebliche strukturelle Anreize bestehen, die angebliche Schutzbedürftigkeit der Verbraucher stark überzeichnet darzustellen.

Schnellenbach, J. List Forum (2017) 42: 365. https://doi.org/10.1007/s41025-017-0053-y